Isla­mis­ten mas­sa­krie­ren tau­sende von Chris­ten und Bern harmonisiert

Vergangenes Wochenende waren es im Kongo "nur" 43 Tote Christen. 21 davon wurden in der katholischen Kirche Komandas (Provinz Ituri, Demokratische Republik Kongo DRK) niedergemetzelt. Sie hatten in der Nacht zum Sonntag eine Gebetswache abgehalten. Auch Frauen und Kinder wurden von der Terrormiliz ADF (Allied Democratic Forces) umgebracht. Etliche Jugendliche seien entführt worden. Das Ziel dieser Entführungen ist klar: Sklaverei, Sexsklaverei. 

Etwa 95 % der Bevölkerung im Kongo sind Christen. Die systematische Ermordung von Christen durch islamistische Gangs, sei es im Kongo, in Nigeria oder sonstwo, findet in den grossen Medien kaum gebührende Erwähnung. Killen Dschihadisten an einem Weihnachtsmarkt mitten in westlichen Städten (z.B. Magdeburg 2024), gehen die medialen Wellen kurz hoch. Doch das anhaltende Massakrieren in christlichen Dörfern und Kirchen Afrikas findet kaum mehr Beachtung. Dabei sind die Taten brandaktuell und leider hochrelevant. Eine kleine Auswahl blutiger Storys sei hier genannt. Die Liste könnte sehr lange ausfallen: 

  • Mitte Juli 2025 starteten islamistische Beduinen eine kriegerische Offensive gegen die im syrischen Suweida dominierenden Drusen. Mehr als 1'000 Menschen verloren ihr Leben. Auch syrische Christen sind unter den Opfern. So wurde z.B. Pastor Khaled Mezhir, Pastor der Evangelischen Kirche zum Guten Hirten in Suweida, zusammen mit seiner Frau, seinen Eltern und über 20 Mitgliedern seiner Familie ermordet. Man kann wähnen, dass die Christen unglücklicherweise zwischen die Fronten geraten seien. Wahrscheinlicher ist es aber, dass die sunnitischen Mordbanden zielgerichtet vorgingen. 
  • Am 13. Juni 2025 richteten Dschihadisten vom Stamm der Fulani im nigerianischen Bundesstaat Benue ein Blutbad unter christlichen Binnenflüchtlingen an. 200 Menschen wurden verbrannt, erschossen oder mit Macheten massakriert. Die Angreifer stürmten ein Gebäude in Yelewata (Verwaltungsgebiet Guma), in dem Vertriebene schliefen. Sie schrien „Allahu Akbar“ und begannen ihr wahlloses Abschlachten.

  • Am 2. und 3. April 2025 töteten Fulani-Milizen im nigerianischen Bundesstaat Plateau mehr als 60 Christen. Der Gouverneur spricht von einem «Genozid». Die Angriffe trafen sieben christliche Dörfer im Bezirk Bokkos.

  • Am 27. März 2025 ermordeten militante Fulani in der nigerianischen Gemeinde Ruwi elf christliche Trauernde, die sich versammelt hatten, um der Familie eines verstorbenen Angehörigen die letzte Ehre zu erweisen. Unter den Elf waren eine schwangere Frau und ein zehnjähriges Mädchen.

  • Am 16. Februar 2025 wurden im Nordosten Kongos die Leichen von 70 enthaupteten Christen in einer Kirche aufgefunden. Sie waren mutmaßlich von Kämpfern der islamistischen Miliz ADF aus ihrem Heimatdorf Mayba entführt worden. Die Dschihadisten verschleppten sie in das verlassene, nahgelegene Dorf Kasanga, wo sie in der Kirche mit Hämmern oder Macheten getötet und letztlich enthauptet wurden.

  • An Weihnachten 2023 haben Bewaffnete in Nigerias Bundesstaat Plateau über 20 von Christen bewohnte Dörfer überfallen und ein Massaker besonders unter Frauen und Kindern angerichtet. Dabei wurden ca. 200 Menschen getötet und hunderte verletzt sowie rund 200 Häuser zerstört. 

Warum das weitgehende Schweigen zu Massenmorden?

"Open Doors" ist eine christliche Organisation, die sich seit 70 Jahren für verfolgte Christen einsetzt. Jährlich publiziert Open Doors den inzwischen auch in der säkularen Öffentlichkeit bekannten "Weltverfolgungsindex"der den Schweregrad der Verfolgung in jenen 50 Nationen aufzeigt, in welchen religiöse Minderheiten am stärksten verfolgt werden. Christen bilden die mit Abstand grösste der verfolgten Gruppen. 

Mehr als 380 Millionen Christen werden in 78 Ländern wegen ihres Glaubens verfolgt oder diskriminiert. Am stärksten ist die Verfolgung in Nordkorea. Auf den Plätzen 2 - 10 folgen neun islamische Nationen.

Wie viele Christen in den Lagern Nordkoreas jährlich ums Leben kommen, ist nicht bekannt. In islamischen Nationen sind es jährlich mehrere Tausend, wobei die Zahl von Jahr zu Jahr erheblich differiert: 

  • Das Internationale Institut für Religionsfreiheit (IIRF) schätzte die Zahl der Christen, die wegen ihres Glaubens getötet wurden, für 2014 z.B. auf 8'000 bis 9'000.
  • Für 2015 wies Open Doors die Zahl von 7'106 ermordeten Christen aus. Allein in Nigeria waren es 4'028.
  • 2016 lag die geschätzte Zahl des IIRF bei 2'000–3'000 Toten. Open Doors nannte für 2016 1'207 christliche Märtyrer. 
  • In der Zeit zwischen Oktober 2018 und September 2019 nannte Open Doors die Zahl von 2'983 ermordeten Christen. 
  • Zwischen Oktober 2019 und September 2020 wies der Weltverfolgungsindex mindestens 4'751 getötete Christen aus.

 

Der Bundesrat und der Dschihad

Die Schweiz ist Geburtsland des Roten Kreuzes und hat eine starke christliche Tradition. Es würde dem Bundesrat gut anstehen, wenn er die Verfolgung und massenhafte Ermordung von Christen anhaltend und unmissverständlich verurteilt. Doch macht es den Eindruck, dass unsere Regierung nicht interessiert ist, das Los von Christen in der Welt durch mutige und proaktive Politik zu minimieren. 

Das Desinteresse lässt sich gut darstellen anhand einer Antwort, welche der Bundesrat unlängst zum Thema vorlegte. Nationalrat Erich Vontobel (EDU) hatte im Mai 2025 in einer Interpellation (25.3460) angefragt:

  • "In Nigeria kommt es seit vielen Jahren wiederholt zu Massakern an der christlichen Bevölkerung. Expertenschätzungen zufolge wurden seit 2009 über 50’000 Christen von Extremisten ermordet. Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten: Sind diese Massaker Thema im jährlichen Menschenrechtsdialog mit Nigeria?"

Es war wohl ein diplomatisch getrimmter Beamter im Aussendepartement, der die lamentable Antwort des Bundesrates formulierte: 

  • "Die Lage in Nigeria ist von einer allgemeinen Unsicherheit aufgrund des Wirkens zahlreicher ideologisch motivierter und krimineller bewaffneter Gruppen geprägt. Die weit verbreitete Gewalt trifft die Bevölkerung unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit. Die nigerianische Regierung begegnet dieser auf verschiedenen Ebenen und fokussiert unter anderem auf die Wahrung des ethnischen und religiösen Gleichgewichts. Die weit verbreitete Gewalt wird im jährlichen bilateralen Menschenrechtsdialog jeweils angesprochen."         

Kein Wort der Empathie für 50'000 ermordete Christen. Die Situation wird mit diplomatischen Phrasen weichgezeichnet. Man faselt etwas von allgemeiner Unsicherheit in Nigeria. Dschihadisten werden nicht etwa als islamische Terroristen bezeichnet, sondern als "ideologisch motivierte Gruppen". Dass vor allem Christen abgeschlachtet werden, wird manipulativ ausgeblendet. Die weit verbreitete Gewalt treffe "die Bevölkerung unabhängig von ihrer Religionszugehörigkeit." Sollte diese Aussage Gewicht haben, müsste der Bundesrat belegen, wie viele Nichtchristen in Nigeria ermordet werden. Natürlich nennt der Bundesrat keine Zahlen; sie würden den harmonisierenden Dreh auffliegen lassen. Grundsätzlich tut der Beamte einfach alles, um den islamistischen Krieg gegen Christen mit keinem Wort erwähnen zu müssen. 

Wie mutlos, verwässert und schwach die Schweizer Regierung die Massenmorde im "jährlichen bilateralen Menschenrechtsdialog" gegenüber der nigerianischen Regierung anspricht, kann man sich leicht ausmalen. Als an Pfingsten 2022 mehr als 100 Christen in einem Gottesdienst in Nigeria ermordet wurden, fragte auch Nationalrat Andreas Gafner (EDU) den Bundesrat, wie er auf solche Vorkommnisse reagiere. Auch diese Antwort der Regierung strotzt vor Desinteresse. Zwar zeigt sich der Bundesrat bestürzt, die Reaktion hingegen wirkt kraftlos und ineffizient: "Mit Nigeria gibt es seit 2011 jährliche Menschenrechtskonsultationen. Anlässlich der Konsultationsrunde vom 10. Juni dieses Jahres in Bern wurde das Thema besprochen und die Anteilnahme der Schweiz ausgedrückt." (22.7470)

Die ermordeten Kinder, Frauen und Männer scheinen unsere Regierung nicht gross zu jucken. Der Bundesrat hat sich offensichtlich einer Religionspolitik ausgeliefert, die von oberflächlichen, harmonisierenden Plattitüden bestimmt wird. Die nigerianischen Machthaber, Boko Haram, IS und hundert andere islamistische Mörderbanden können zufrieden sein. 

Gerade bezüglich der Situation in Nigeria ist die Lage längst klar. Christen werden seit Jahren immer wieder Opfer von Überfällen, Entführungen und Massenmorden. Entgegen der offiziellen Leseart handelt es sich aber nicht um einen Kampf um Ressourcen, sondern um eine gezielte Säuberung Nord- und Zentralnigerias von Christen. Wilfred Chikpa Anagbe, Bischof von Makurdi (Nigeria), spricht Klartext. Es gehe um eine islamistische Eroberung, die von der Regierung mitgetragen wird. Es gebe keinen effizienten Schutz der Christen, keine Festnahmen und keinerlei Strafverfolgung der Mörder. Täglich würden Menschen umgebracht. Aber niemand werde bestraft. «Die aktuelle Regierung ist in einer Art des Schweigens verwickelt", so der mutige katholische Bischof.  

Sind Dschihadisten wahre Moslems?

Warum das Parlament den Bundesrat nicht zu einer realistischen Religionspolitik zwingt, ist leicht zu erraten. Auch die Damen und Herren in National- und Ständerat wollen in Sachen Islam nicht genau wissen, was Sache ist. Bereitwillig folgen sie der harmonisierenden Mär, die seit der Aufklärung durch die Geistesgeschichte tingelt (Lessings Ringparabel): im Kern würden alle Religionen dasselbe lehren. Es gebe keinen Unterschied zwischen dem Islam, dem Judentum und dem Christentum. Gewalttätige Islamisten seien folglich nicht Vertreter des wahren Islam. 

Natürlich kann ein solches Phantasiegebilde nicht mit den religiösen Quellen belegt werden. Wer die Lüge glaubt, ist freiwillig desinformiert. Es wäre dem Bundesrat ein Leichtes, involvierten Beamten einen Crashkurs in Religionsgeschichte und Theologie zu verordnen, um Kommentatoren endlich aktenkundig zu machen. Wenn Regierung und Beamte das Gewaltpotenzial des Islam besser verstehen würden, wäre auch ein beherzter Einsatz für verfolgte Christen wahrscheinlicher. Und die Regierung Nigerias müsste sich endlich warm anziehen, wenn sie sich zu Konsultationen mit den Schweizern trifft.

Religionsgründer Mohammed (ca. 570-632 n.Chr.) war nämlich nicht nur ein Mann des Geistes. Er war auch ein brutaler Regent und Kriegsherr. Nachdem man in Mekka seine religiöse und politische Führerschaft nicht akzeptieren wollte, ging Mohammed 622 n.Chr. ins Exil nach Yathrib (später Medina genannt). Aus dem in Mekka verspotteten ‚Seher‘ wurde in Kürze ein machtversessener Herrscher, der Auftragsmorde, Plünderungen und Kriege befahl und anführte. Ein erster grausamer Höhepunkt in Medina war die Vernichtung des jüdischen Stammes ‚Banu Quaraiza‘. Ca. 700 Männer wurden bei einem öffentlichen Akt unter Mohammeds Aufsicht geköpft. Frauen und Kinder liess der Prophet in die Sklaverei verkaufen.

Um sich Kapital für seinen expansiven Staat zu verschaffen, befahl Mohammed Raubzüge auf Karawanen aus Mekka. Der Aufruf und genauere Anweisungen zu diesen Raubzügen finden sich inklusive der Verfügung, dass 20% der Beute an Mohammed abzuliefern seien im Koran (Sure 8,41 und 48,20). Natürlich kam es in Folge zum Krieg, den Mohammeds Armee für sich entschied.

Ca. 60% der Koranverse handeln von Gewalt und Krieg. Mohammed verfolgte ein klares Ziel: ein Weltreich unter islamischer Führung. Jede andere Religion sollte dabei überwältigt werden (Sure 61,9). Der Eroberungskrieg (Djihad) ist bis zum Endsieg zu führen (Sure 2,193; 8,12; 8,39; 9,5; 9,29; 47,4). Wer dem Djihad fernbleibt, wird bedroht (Sure 4,95; 8,15f.; 9,81). Grosse Dynamik erhält der kriegsführende Terror dadurch, dass den Kämpfern, die im Djihad fallen, der sichere Eintritt ins Paradies gewährt wird (Sure 3,157f.; 3,195; 4,74).

In den Jahren 622-632 hat Mohammed selber 27 Feldzüge angeführt und 47 militärische Aktionen befohlen. Ohne Zweifel hat er eine Religion des Schwertes gegründet. Wie "friedlich" seine radikalen Nachfolger seit bald 1400 Jahren bisweilen die Weltgeschichte gestalteten, ist ebenfalls bestens bekannt. Das millionenfache Verfolgen und das tausendfache Abschlachten von Christen durch Islamisten zu Beginn des 3. Jahrtausends ist nur konsequent.  

Dass es Moslems gibt, die keiner Fliege was zuleide tun, ist klar. Die breite Masse kennt weder den Koran noch die Biografie Mohammeds im Detail. Dschihadisten hingegen werden dynamisiert und angeleitet durch klare Vorbilder und Direktiven zur weltweiten Ausbreitung der islamischen Religion.

Fazit: der Bundesrat sollte sich eine reelle Religionspolitik zulegen. Auf Grund der Kenntnisnahme von Fakten sollte die Schweizer Regierung sich zudem anhaltend gegen die Verfolgung und Ermordung von Christen in den Nationen der Welt einsetzen. Auf Regierungen von Nationen, in welchen Christen verfolgt werden, ist durch diplomatische Mittel und durch substanzielle PR Druck auszuüben, den Dschihad gegen Christen und Juden zu bekämpfen und zu beenden.